Was ist MoreSpace?

MoreSpace ist eine Software, die von ExpertInnen in bestehende Geschäftsprozesse der Raumvergabe integriert wird, um neue Buchungsstrategien zu simulieren. Diese können dann in Bezug auf Effektivität, Nutzerfreundlichkeit u.v.m. analysiert und verglichen werden. Dies basiert auf der Annahme, dass Räume über die Zeit gesehen sehr wenig genutzt werden.


Ein großer Vorteil von MoreSpace ist, dass es keine computergenerierte „beste“ Lösung vorgibt, die dann umgesetzt wird, sondern in die bestehenden Entscheidungsprozesse integriert wird. Die verschiedenen Buchungsstrategien werden berechnet und miteinander verglichen. Dabei geht es aber nicht nur um die höhere Auslastung. MoreSpace gibt auch resultierende Nutzungseinschränkungen aus: Wie weit ist zum Beispiel ein alternativer Hörsaal maximal entfernt? Da MoreSpace immer von einem Experten eingesetzt wird können dann schrittweise Anforderungen und Ziele angepasst werden.


MoreSpace nimmt den EntscheidungsträgerInnen die Entscheidungen nicht ab – aber es hilft dabei gemeinsam Konsensentscheidungen zu treffen. Dass das System auch in der Praxis funktioniert und eingesetzt wird, konnte durch die interdisziplinäre Entwicklung mit Architekten, Projektplanern, Mathematikern aber auch den Experten aus der Praxis - die für Gebäudeverwaltung, IT Systeme und Lehrpläne zuständig sind - erreicht werden. Neben dem Einsatz für die langfristige Planung kann MoreSpace aber auch für „Spezialeinsätze“ genutzt werden:


Erfolgsstory TU Wien: € 250.000 auf einen Schlag!


Im Rahmen des Projektes „Univercity 2015“ (www.univercity2015.at) wird das Audimax der TU Wien, der weitaus größte Hörsaal, seit 1.2.2012 umgebaut. MoreSpace konnte mittels der Simulationsexperimente Entscheidungsgrundlagen liefern, die gezeigt haben, dass die bereits geplante Anmietung von zusätzlichem Raum nicht notwendig ist und die vorhandenen Ressourcen - bei intelligenter Planung und zumutbaren Einschränkungen bzw. Ablaufumstellungen - ausreichen. Die berechneten Ergebnisse konnten nun – im Laufe des Semesters - in Realität bestätigt werden. Konservativ geschätzt konnten so ca. €250.000 Euro an Kosten (Miete inkl. Logistik, Auf- und Abbau) eingespart werden. Die Qualität für Studierende konnte dabei in manchen Fällen sogar verbessert werden, da etwa unnötige Anfahrtswege und -zeiten für Studierende & Lehrende vermieden wurden.